Simone et lui
Ich fuhr mit dem Auto ins ungeliebte Erfahrungsgebiet. DLF brachte ein feature über Simone de Beauvoir und Jen Paul Sartre. Deren Beziehung.
Womit ich mich nie ernsthaft beschäftigt hatte, Sartre nix gelesen, die Beziehungsdisskussion mental verweigernd.
Nichts in diesem Beitrag sprach dafür, dass sie gelitten habe unter einer einseitigen Polygamie-Forderung. Sie hat andere geliebt (und mit ihm geteilt), Männer und Frauen hat sie geliebt. Vielleicht haben sie die Welt gemeinsam platt gemacht, mit iher Liebe, die Herrrschaft war, mit ihrer Exklusivität, die sie alles sprechen ließ, auch die Leidenschaft jener Außenstehenden besprechen, die sie genossen, und die dagegen nicht ankamen, gegen dieses Paar.
Es war mir anstrengend, dieses Schnelle des Begehrens, hin und wieder, das Paar, die anderen. Viele lange Jahre werden da in wenigen Radiominuten zusammengefasst. In das strömten meine Ängste vor dem Chaos.
Der Sender verweigerte sich mit der Zeit, irgendwo bei Eisenach, typisch. Und dann erst fühlte ich, als ich nicht mehr hörte, etwas ungeheuer Befreiendes.
Simone und ihre Stimme. Diese Freiheit des Körpers, die sie sich nahm. Ein viel schönerer Körper als seiner. Diese Freiheit, immer und überall geliebt zu werden, und doch gebunden zu sein.
Ich atmete Freiheit ins Radio und aus mir. Und merkte langsam die Vergewaltigung derer,
die die Federn ließen dafür.
Freiheit ist Freiheit und Leib. Sinn. Kein Modell.
Womit ich mich nie ernsthaft beschäftigt hatte, Sartre nix gelesen, die Beziehungsdisskussion mental verweigernd.
Nichts in diesem Beitrag sprach dafür, dass sie gelitten habe unter einer einseitigen Polygamie-Forderung. Sie hat andere geliebt (und mit ihm geteilt), Männer und Frauen hat sie geliebt. Vielleicht haben sie die Welt gemeinsam platt gemacht, mit iher Liebe, die Herrrschaft war, mit ihrer Exklusivität, die sie alles sprechen ließ, auch die Leidenschaft jener Außenstehenden besprechen, die sie genossen, und die dagegen nicht ankamen, gegen dieses Paar.
Es war mir anstrengend, dieses Schnelle des Begehrens, hin und wieder, das Paar, die anderen. Viele lange Jahre werden da in wenigen Radiominuten zusammengefasst. In das strömten meine Ängste vor dem Chaos.
Der Sender verweigerte sich mit der Zeit, irgendwo bei Eisenach, typisch. Und dann erst fühlte ich, als ich nicht mehr hörte, etwas ungeheuer Befreiendes.
Simone und ihre Stimme. Diese Freiheit des Körpers, die sie sich nahm. Ein viel schönerer Körper als seiner. Diese Freiheit, immer und überall geliebt zu werden, und doch gebunden zu sein.
Ich atmete Freiheit ins Radio und aus mir. Und merkte langsam die Vergewaltigung derer,
die die Federn ließen dafür.
Freiheit ist Freiheit und Leib. Sinn. Kein Modell.
wasserfrau - 3. Okt, 23:57