Freitag, 20. April 2007

Bloggistische Überlegungen

Sozusagen als Zwischenstand.
Es fällt mir schwer, was her zu schreiben, weil ich es nicht für mitteilenswert halte, schade, eh.
Ich will ja kein Hausfrauen-Blog aufmachen...
Denn tatsächlich habe ich meine helle Freud an Dingen, zu denen ich nie kam:
Tomatenpflänzchen hegen und pflegen (Ich hab hier eine Anzucht mittlerweile, der ich bald nicht mehr Frau werde...).
Rhabarberkuchen backen. (Geplant für morgen, Stangen aus Papas Garten überreicht bekommen, tausend Rezepte gecheckt, Überblick verloren.)
usw.
Warum, wenn nicht jetzt? Und wenn morgen die Welt untergeht, dann habe ich noch ein Tomätchen gepflanzt, einen Kuchen gebacken und schön frisch gewaschene Wäsche.
Richtig geheuer ist mir aber auch der Herr Luther nicht.

Dann

gehe ich jetzt noch mal raus in die Welt.
Denn leckersten Käse selbiger einzukaufen. Und dies und das.
Werde ich mich selbst bewegen können, im Café zu lesen oder besser zu schreiben?
Vor einigen Tagen bin ich ein ganzes Stück spaziert, um dann glücklich im Café zwei große Cappuccino lang, zu schreiben, zu schreiben. Das war sehr schön,
passt aber eigentlich eher als morgendliches Ritual.

Ich bin eine Außerirdische

Ist mir das selbst eigentlich recht geheuer? Mein so verschwenderischer Umgang mit Zeit derzeit? Meine definitve Nicht-Zugehörigkeit zu den Leistungsbereiten? Das Schlendern im alltäglichen Leben?
Es ist es - und ich habe hier auch schon darüber geschrieben - ein seltsamer Zustand dennoch.
Fährt gerade irgend ein Zug ab? Die diesbezüglichen Träume: dass ich einen Zug verpasse - oder verpasse auszusteigen !, die gibt es derzeit nicht. Ich scheine in meiner Zeit angekommen zu sein. Wie der Schmetterling da oben, der ja ein wenig unoriginell ist, aber doch wie er, flattere ich ein wenig durch die Gegend und sammle hier ein Tröpfchen, dort eins ein. Das Leben ist leidlich unterhaltsam, und ich kann mich ganz gut selbst unterhalten.
Ich bin aber andererseits doch ziemlich unkreativ, unproduktiv. Ich verschwende wirklich Zeit - und kann es gar nicht recht ändern.
Gestern wieder Weingespräch, unter anderem war die C. dabei, die es ja schon in den Rang der Unsympathischen gebracht hat. Und mir dennoch auf die Nerven fällt, das kann sie gut. Die C. gleich wieder in diesem patenten Ton: "Und, wie läuft´s mit deinen Bewerbungen?" Ich habe nie gesagt, dass ich mich irgendwo bewerbe. Die C. nervt ordentlich weiter. Sie hat mich schon einmal als "frei gesetzt" bezeichnet. Was ein Ausdruck. Ich bin ja freiwillig das, was ich derzeit bin. Es hört sich so fadenscheinig an, wenn ich der C. versuche darzulegen, wie ich derzeit mit meinem Leben umgehe, freundlich, neugierig. Sie will was Handfestes hören. Wäre ich nur von Leuten wie der C. umgeben, es ginge schneller mit mir "Berg auf".
Ach, fährt gerade irgendein Zug ab? Vielleicht der Zug nach Nirgendwo? Ich lasse ihn mal fahren.

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