Wer weiß
was man da macht ohne Langzeitpaartherapie der möge sich melden.
Nein, um Sex geht es hier nicht, es ist rätselhaft banal. Vermutlich ein musikalisches Problem, ein Problem der Rhythmen oder so.
Ich neige zu kleinen Gereiztheiten. (Die großen hat er mir ja schon abgewöhnt.) Etwa wenn ich müde und hungrig bin und noch einkaufen war und nun mit verschiedenen Zutaten und einem neuen Rezept in der Küche stehe und er sich wortlos hinter den Computer verzogen hat, dann fauche ich mal kurz und kräftig. Oder: Wenn wir zusammen auf einer Veranstaltung waren, wo nur "seine Leute" waren und danach tauschen wir unsere Eindrücke aus und er redet und redet und unterbricht mich drei Mal hintereinander. Ich fauche, kurz und kräftig. gereizt. Das kommt von null auf nachher - und er ist auch ein wenig eigenbrötlerisch und merkt zuvor nicht allzu viel. Und ehrlich gesagt: Alles bananenbanal.
Dann, der zweite Akt. Ich merke, er wird steif, er wird stumm. Wenn die Möglichkeit besteht, geht er in sein Zimmer. Setzt sich in den Sessel, legt sich aufs Sofa. Schweigt, schmollt. Er faucht nämlich nicht zurück. Schon gar nicht sagt er: Bleib cool Baby, bist du müde? Oh nein, er ist zu Tode getroffen.
Das bringt jeden Rhythmus durcheinander. Wir wollten Abendessen, wir wollten weiterdiskutieren, vielleicht noch beim Spanier. Aber jetzt geht nichts mehr. Er spielt toter Mann. Ich habe ihn ungerecht behandelt! Er hat seine Gründe!
Dann habe ich gute Chancen richtig wütend zu werden. Ich beginne meine Empörung über ihn, die zunächst nur ein kleiner Momentfaucher war, stürmisch zu begründen, ich will mich nicht abstrafen lassen. Er strukturiert ab jetzt mit seinem Beleidigtsein die ganze Situation. Das kann nämlich Stunden dauern, wenn ich wütend nachkarte: Tage!
Kurz und gut: Wir haben keine Spargelcarbonara gegessen. Er ist aus dem Haus gestürmt (soll er doch). Ich habe mir ein Spargelpäckchen mit Parmesan und Schinken gemacht - und lecker! alleine gegessen.
Es ist kein Drama, es ist eher langweilig. Wir verlieren viel sinnvolle Zeit. Wie anders?
Nein, um Sex geht es hier nicht, es ist rätselhaft banal. Vermutlich ein musikalisches Problem, ein Problem der Rhythmen oder so.
Ich neige zu kleinen Gereiztheiten. (Die großen hat er mir ja schon abgewöhnt.) Etwa wenn ich müde und hungrig bin und noch einkaufen war und nun mit verschiedenen Zutaten und einem neuen Rezept in der Küche stehe und er sich wortlos hinter den Computer verzogen hat, dann fauche ich mal kurz und kräftig. Oder: Wenn wir zusammen auf einer Veranstaltung waren, wo nur "seine Leute" waren und danach tauschen wir unsere Eindrücke aus und er redet und redet und unterbricht mich drei Mal hintereinander. Ich fauche, kurz und kräftig. gereizt. Das kommt von null auf nachher - und er ist auch ein wenig eigenbrötlerisch und merkt zuvor nicht allzu viel. Und ehrlich gesagt: Alles bananenbanal.
Dann, der zweite Akt. Ich merke, er wird steif, er wird stumm. Wenn die Möglichkeit besteht, geht er in sein Zimmer. Setzt sich in den Sessel, legt sich aufs Sofa. Schweigt, schmollt. Er faucht nämlich nicht zurück. Schon gar nicht sagt er: Bleib cool Baby, bist du müde? Oh nein, er ist zu Tode getroffen.
Das bringt jeden Rhythmus durcheinander. Wir wollten Abendessen, wir wollten weiterdiskutieren, vielleicht noch beim Spanier. Aber jetzt geht nichts mehr. Er spielt toter Mann. Ich habe ihn ungerecht behandelt! Er hat seine Gründe!
Dann habe ich gute Chancen richtig wütend zu werden. Ich beginne meine Empörung über ihn, die zunächst nur ein kleiner Momentfaucher war, stürmisch zu begründen, ich will mich nicht abstrafen lassen. Er strukturiert ab jetzt mit seinem Beleidigtsein die ganze Situation. Das kann nämlich Stunden dauern, wenn ich wütend nachkarte: Tage!
Kurz und gut: Wir haben keine Spargelcarbonara gegessen. Er ist aus dem Haus gestürmt (soll er doch). Ich habe mir ein Spargelpäckchen mit Parmesan und Schinken gemacht - und lecker! alleine gegessen.
Es ist kein Drama, es ist eher langweilig. Wir verlieren viel sinnvolle Zeit. Wie anders?
wasserfrau - 15. Mai, 21:59
wir sind und bleiben eben "nur" menschen.